Geburtsbericht - unsere Traumgeburt im Geburtshaus Düsseldorf

Die Geburt ist das natürlichste und gleichzeitig privateste Ereignis des Lebens. Daher habe ich lange Zeit überlegt, ob und in welchem Rahmen ich den Bericht teilen

möchte.  Da mir vor und während der Schwangerschaft überwiegend negative Erfahrungen zu dem Thema Geburt entgegengetreten sind, habe ich beschlossen mein positives Erlebnis zu veröffentlichen. 

Jeder sollte seine ganz eigenen Erfahrungen machen können und seinem Körper vertrauen, ohne vorher negative Erlebnisse anderer auf sich einwirken zu lassen.

Die eigene positive Einstellung war für mich eine der wichtigsten Aspekte im Rahmen meiner Geburtsvorbereitung. 

(alle Zeitangaben und Ablaufe sind rein aus meiner eigenen Erinnerung und können daher ggf. etwas abweichen)

 

- giving birth should be your greatest achievement not your greatest fear - Jane Weideman

 

Sonntag, 07.03.2021

Am Sonntag sind wir abends spontan zu meinen Eltern gefahren und haben Lasagne gegessen. Ich erinnere mich nicht daran je zuvor so viel Hunger gehabt zu haben. Drei riesige Stücke sind auf meinen Teller gewandert. Das war wohl die grosse Stärkung und meine Mama sagte schon: "Wenn du so viel isst, dann kommt morgen das Baby".

Abends schrieb ich meiner Freundin Mona, die im November ihr erstes Baby bekommen hat, wie ich Übungswehen von richtigen Wehen unterscheiden kann. Sie sagte mir: „Glaub mir Ida, richtige Wehen merkst du, dann kannst du nicht mehr sprechen.“ 

Na gut, dann wollte ich das mal so glauben :)

 

Montag, 08.03.2021 

06.00 Uhr 

Von einem leichten Ziehen im Unterleib wurde ich geweckt. Ich hatte nachts die komplette Geburt geträumt, was ich rückblickend schon fast gruselig finde. Beim Aufwachen merkte ich, dass irgendetwas anders war, wusste jedoch noch nicht so ganz was. Ich beschloss noch einmal zu schlafen und wachte kurze Zeit später wieder mit diesem komischen Ziehen auf. Mein Mann schlief noch und ich begann selbst die zeitlichen Abstände zwischen diesem Ziehen zu messen. Ich schätzte es seien ca alle 20 Minuten erste kleine Wellen (ich sage bewusst nicht Wehen, da es für mich nichts mit Schmerz zu tun hatte sondern eher wie eine Welle, die sich langsam aufbaut und nach ihrem Höhepunkt wieder abflacht). Mein Zeitgefühl war komplett falsch, denn die Abstände lagen bereits bei 5 Minuten und die Wellen dauerten jeweils eine bis anderthalb Minuten an.

Ich erinnerte mich sofort an die Worte meiner Hebamme Evi: „Wenn die Wehen alle 5 Minuten kommen und effektiv 1 Minute bleiben dann könnt ihr mich langsam anrufen“. Ich weckte also meinen Mann und sagte ihm, ich glaubte echte Wellen zu haben.

 

Er setzte sich auf und fragte mich sofort was er machen solle und ob es jetzt los ginge. Zu dem Zeitpunkt hatte ich immer noch das Gefühl, das können doch keine richtigen Geburtswellen sein, das fühlt sich sicher stärker an. Mein Mann ließ mir Badewasser einlaufen. Richtige Wellen würden sich bei Wärme und Entspannung weiterhin zeigen, Übungswellen würden verschwinden. Ich badete und fühlte mich in der Wanne extrem wohl.

 

08:30 Uhr

Mein Mann kochte Kaffee und für mich einen Tee (innere Ruhe) mit den Worten: „Den wirst du sicher heute brauchen“. Ich trank genau einen Schluck davon und wollte dann auch schon wieder aus der Wanne steigen. Mein Mann rief Evi an und diese fragte, ob wir das Gefühl hatten direkt ins Geburtshaus kommen zu wollen, ansonsten würde sie sich zunächst auf den Weg zu uns machen. Irgendwie hatte ich das Gefühl schon loszufahren bevor die Abstände noch kürzer werden würden. Ich erinnere

mich noch daran, im Flur am Türrahmen eine Welle veratmet zu haben, dann eine auf dem Bett, schnappte mir meine Strickjacke, meine Socken und ging nach unten ins Wohnzimmer. Auf dem Sofa veratmete ich weiterhin meine Wellen, die nach wie vor nicht schmerzhaft waren sondern lediglich eine Dehnung im Unterleib. Mittlerweile hatte ich meine Kopfhörer in den Ohren und hörte meine Meditation von "die friedliche Geburt", welche ich als Vorbereitung und während der Geburt als

Meditation sehr empfehlen kann. (die Meditation läuft in Dauerschleife 4 Stunden durch)

Ich sah mit einem Auge wie Toni hektisch die Tasche zu Ende packte, noch ein paar Nussriegel hinein warf, sich mit einer Hand die Schuhe zu band und mit der anderen Hand auf seinem handy herum tippte, um unsere Familie zu zu informieren, dass es jetzt los ginge.

 

Mit dem Auto fuhren wir 30 Minuten zum Geburtshaus, für Toni wohl die längsten 30 Minuten seines Lebens, denn wir hatten Stau. Es war ja schließlich montags morgens 9:00 Uhr, die Straßen waren voll.

Ich veratmete im Auto in Ruhe meine Wellen, hielt mich die gesamte Zeit am Arm meines Mannes fest, beziehungsweise hielt mein Gesicht wie ein Hund aus dem Fenster. Sicher ein lustiger Anblick für alle Menschen die in der Zeit an unserem Auto vorbei gingen, um ihre morgendlichen Brötchen beim Bäcker zu kaufen.

 

09.20 Uhr

Im Geburtshaus angekommen erwartete uns bereits unsere Hebamme Evi und die Hebammenschülerin Hanna. Der Raum war abgedunkelt, Kerzen aufgestellt, die Wanne mit warmem Wasser gefüllt, orientalische Meditationsmusik lief. Ich legte mich sofort aufs Bett und kuschelte mich in die Decke, Toni ständig an meiner Seite. Nach etwa einer Stunde beschloß ich baden zu gehen, nach wie vor die Meditation in den Ohren, komplett in meiner Trance versunken. Ich fühlte mich so wohl und hätte mir keinen besseren Ort in dieser Situation vorstellen können.

In jeder Welle massierte Toni beziehungsweise die Hebamme meinen unteren Rücken, denn der Rücken war tatsächlich das einzige, was mir während der Geburt Schmerzen bereitete.

Am Ende der Schwangerschaft hatte ich bereits Probleme mit dem Ilio-Sakral-Gelenk, das einzige Wehwehchen in den gesamten neun Monaten. 

Die Massagen halfen mir sehr, die Rückenschmerzen auszuhalten, zudem hatte Evi mir noch eine warme Wärmflasche in den Rücken gelegt. Ich hatte das Gefühl die Wellen wurden etwas weniger und nicht mehr so effektiv wie zu Hause, was sicher am Ortswechsel lag und ganz normal sei. 

Ich fragte Evi dennoch etwas skeptisch, ob es schon einmal eine Frau gegeben habe die noch einmal nach Hause geschickt wurde, weil die Geburt dann doch nicht los ging. Unsere Hebamme sagte: „Ja das gab es schon, hast du gerade das Gefühl,  dass alles etwas abflacht?“ ich war kurz etwas sprachlos, weil ich nach wie vor nicht glaubte heute mein Kind zur Welt zu bringen.

 

12:00 Uhr

Ich bat die Hebamme einmal meinen Muttermund abzutasten, um mir zu sagen, wie weit wir bislang gekommen waren. Zwischen zwei Wellen tastete sie mich ab: Muttermundöffnung 6 cm. Zwei Wellen später platze meine Fruchtblase, es fühlte sich an, als hätte jemand eine warme Wärmflasche im Bett ausgeschüttet. Ab diesem Moment wusste ich, wir würden nicht mehr ohne unser Baby nach Hause fahren und mein Mann küsste mich auf die Stirn.

Er erzählte mir später ich sei kurz danach aufgesprungen: „Leute, jetzt hab ich richtig Bock auf die Geburt.“

Ich war total motiviert und wollte nur noch unser Baby in den Armen halten. Evi liess uns nun ein wenig Ruhe und ich veratmete gemeinsam mit meinem Mann einige Wellen vor dem Bett, im Vierfüßlerstand, in der Wanne, am Seil und probierte so einige Positionen aus. Hanna, die Hebammenschülerin saß derweilen im Raum, brachte mir immer wieder kühle Waschlappen und sprach mir gut zu. Ich war so glücklich ein so tolles und liebevolles Team an meiner Seite zu haben. Es fühlte sich rundum perfekt an.

 

14:00 Uhr 

Ich bat Evi noch einmal um eine Kontrolle des Muttermundes, anders als im Krankenhaus wird dieser wenn nicht zwingend nötig nicht alle 2 Stunden untersucht. Mein Muttermund war nun vollständig eröffnet, das Köpfchen des Babys allerdings noch nicht optimal eingestellt, Luna lag mit dem Kopf zu dem Zeitpunkt noch ein wenig ungünstig. (Wie ein Sternengucker mit dem Kopf in den Nacken) Evi riet mir daher mich ein bisschen mehr zu bewegen, auf meinen Körper zu hören und sich bildlich vorzustellen, wie das Baby den Kopf auf die Brust nimmt.

Das klingt jetzt tatsächlich verrückt aber ich glaube das man schon in der Schwangerschaft und vor allem während der Geburt ganz viel durch die Visualisierung erreichen kann und so eine ganz innige Verbindung zum Baby aufbaut. Ich habe mir die gesamte Geburt über vorgestellt, wie sich mit jeder Welle der Muttermund öffnet. (Man muss es sich ähnlich vorstellen wie bei einem Marathonläufer, welcher vor dem Lauf mental seine Strecke durchgeht.)

Ich glaubte fest daran, dass Luna den Kopf noch drehen würde und siehe da, der Kopf hatte sich wenig später perfekt eingestellt.

 

Es hatte also alles einen Grund, warum es in dieser Phase etwas länger gedauert hatte. Ich muss wirklich sagen, dass ich vor allem aufgrund dieser zeitlichen Entspannung im Geburtshaus froh bin, dort mein Baby auf die Welt gebracht zu haben, denn ich habe bereits viele Stories aus Krankenhäusern gehört, in denen genau in solchen Momenten der Geburt medizinische Eingriffe wie zum Beispiel Wehentropf oder ähnliches die Geburt unnatürlich beschleunigen. (Dicht gefolgt von Dammschnitt und Saugglocke)

Ich bin mir wirklich  sicher, dass ein gesundes Baby, in solchen Momenten vielleicht wirklich die Zeit braucht die es sich nimmt, um den Damm langsam zu dehnen. Lunas Herztöne wurden während der Geburt immer wieder von der Hebamme kontrolliert, waren absolut unauffällig, Luna war genauso entspannt wie ich, auch hier bin ich sicher, dass sich meine Ruhe auf sie übertragen hat. (Übrigens wurde während der gesamten Geburt kein CTG oder ähnliches geschrieben und ich bekam

außer ein paar Globuli gegen phasenweise Übelkeit keinerlei Schmerzmittel)

 

16:30 Uhr

Nun ging es in die heiße Phase, denn ich spürte einen immensen Pressdrang während der Wellen, welchen ich nicht unterbinden konnte.

Eigentlich wollte ich immer in der Wanne das Baby zur Welt bringen, schließlich ist sie ja eine kleine Fischfrau, doch Evi empfahl mir, das Seil auszuprobieren, um die Hilfe der Schwerkraft zu nutzen.

Ich hing nun also mit den Armen im Seil und hockte mich mit jeder Welle auf dem Boden, krümmte mich und presste intuitiv.

Mein Mann saß auf einem Hocker hinter mir, permanent an meiner Seite. Nach jeder Welle zog er mich nach oben, sodass ich meine Kraft aufsparen konnte.

Ich spürte, wie viel Energie mein Körper hatte und wusste ganz genau, dass ich es schaffen würde das Baby so zur Welt zu bringen. Der Druck nach unten wurde immer immer größer, ich empfand diesen Druck aber in keiner Minute als schmerzhaft sondern nur als starke Dehnung. Als der Kopf im Geburtskanal angekommen war,

erkannte ich das Gefühl der Dehnung von meiner Vorbereitenden Übung mit dem EPI-NO wieder. 

Nach 5-6 Presswehen schaute ich nach unten und sah den Kopf zwischen meinen Beinen. Kaum zu glauben, denn ich hatte es aufgrund der vielen Erzählungen viel "schlimmer" erwartet und war daher wirklich überrascht. Mit der nächsten Welle kam der Körper und unser Baby war um 17:07 Uhr geboren.

Ich nahm Luna sofort auf meine Brust, so saßen wir dann bei meinem Mann auf dem Schoß plötzlich als kleine überglückliche Familie.

Noch nie in meinem Leben hatte ich ein so kleines Baby auf dem Arm, so winzig und perfekt. Ein unbeschreiblicher Moment, der nicht schöner hätte sein können.

Nun kann ich den Zauber verstehen, von dem alle Eltern sprechen.

Im Bett kuschelten wir eine ganze Weile, die Hebamme füllte in der zeit alle nötigen Unterlagen aus und wir bestellten Essen für alle.

Wir konnten nicht aufhören unser Baby anzusehen, so wunderschön und süß war sie. 

 

Die Plazenta kam wenig später ganz unkompliziert mit einem leichten Pressen und so lag nun unser Baby mitsamt Nabelschnur und Mutterkuchen neben uns.

Mein Mann nabelte uns ab, anschließend untersuchten und erklärten die Hebammen uns die Plazenta.

Auf Anraten der Hebamme schluckte ich ein Erbsengrosses Stück der Plazenta herunter, denn das würde dazu führen weniger oder keine Nachwehen zu bekommen. Ich hatte bislang immer alle belächelt, die darüber schrieben ihre Plazenta tatsächlich gegessen zu haben und verstand den "Trend" dahinter nicht. Doch jetzt, fast zwei

Wochen später kann ich sagen, dass ich kaum mit Nachwehen zu kämpfen hatte. Wer weiß, vielleicht lag es ja auch ein Stück weit daran :) 

(Frauen, die aus der Plazenta Smoothies, Suppen oder sonstiges zubereiten kann ich allerdings immer noch nicht so ganz verstehen)

Ein kleines Stück der Plazenta schickten wir zudem an eine Apotheke, um daraus Globoli für Luna herstellen zu lassen. 

 

18:30 Uhr

Evi führte nun mit meinem Mann die U1 durch, Hanna war so lieb und hielt alles fotografisch für uns fest. 47 cm und 2660 Gramm brachte die kleine Luna auf die Waage. Ein richtiges Minimädchen. 

Kuschelig warm in ihrem viel zu großen Erstlingsoutfit brachte mein Mann sie zu mir zurück und wir kuschelten weiter im Bett. Das Stillen klappte zum Glück sehr gut, die kleine Luna hatte schon richtig Kraft.

Unser bestelltes Essen kam an und das ganze Team stärkte sich ein wenig vom langen Tag. Vor lauter Freude hatte ich trotz meines hungers immer noch keinen richtigen Appetit.  

 

19:40 Uhr

Toni holte Lunas Autositz und wir packten sie mit kuscheligem Walk-Overall und Decke kuschelig warm ein. 

So ein wahnsinnig schönes Gefühl, die Kleine nun mit nach Hause nehmen zu dürfen. 

 

20:00 Uhr

Knapp drei Stunden nach der Geburt kamen wir zu Hause an.

Empfangen von einer mit Ballons und Kirschstreuselkuchen geschmückten Wohnung. Unsere Familien hatten alles so liebevoll dekoriert, ein so schöner Moment zu dritt anzukommen. (Mamas Rezept meines Lieblingskuchens hänge ich euch unten an)

Die erste Nacht mit Luna im eigenen Bett zu verbringen, einfach wundervoll.

 

Ich bin so glücklich, beim Thema Schwangerschaft und Geburt auf mein Bauchgefühl gehört zu haben. Schon zu Beginn der Schwangerschaft, schwebte der Gedanke der Geburt im Geburtshaus in meinem Kopf. Durch den Hypnobirthingkurs bei Constanze Niekitsch (welchen ich sehr empfehlen kann) wurde dieses Gefühl verstärkt. Ich habe mich nie davon beeinflussen lassen, was andere sagten. Sätze wie: "aber was, wenn etwas passiert und es ist kein Arzt da" oder "aber alle gehen doch ins

Krankenhaus, das ist sicher besser" habe ich an mir abperlen lassen. Für mich hat Sicherheit unter der Geburt in erster Linie wenig mit der Anwesenheit eines Arztes zu tun, sondern damit, rundum gut betreut zu sein. Im Geburtshaus hatte ich die gesamte Zeit eine 1:1 bzw. sogar 2:1 Betreuung durch meine Hebammen, welche mich die komplette Schwangerschaft über begleitet haben.

Mehr Sicherheit geht für mich fast nicht! (an dieser Stelle möchte ich noch einmal betonen, dass ich mich natürlich nur daher für das Geburtshaus entschieden habe, da das Baby und ich gesund waren bzw. sind!)

 

Meine persönlichen 10 Tipps für eine gute Vorbereitung

 

1. Dein positives Mindset! Wenn du mit einem positiven und optimistischen Gefühl an die Sache herantrittst, wird es wie viele Dinge im Leben auch gut! Angst und Panik sind absolut nicht nötig und verkrampfen dich.

2. Wie bekomme ich dieses Mindset?

--> besuche einen Kurs, wie z.b. den Hypnobirthing-Kurs (während Corona auch per Zoom, das war bei uns trotzdem super!!)

--> informiere dich ausführlich über die Anatomie und den Geburtsablauf und mache dir klar, dass es evolutionär so alles geplant wurde, dass die Geburt ohne Probleme klappt!

Es ist Wahnsinn wie das Baby instinktiv alle Drehungen und Einstellungen ins Becken selbst vornimmt. Genau so instinktiv wirst du auch von deinem Körper während der Geburt geleitet. Lass es zu! Wenn du das Gefühl hast, dich viel zu bewegen, dann tu es auch! Die gesamte Geburt über zu liegen ist vielleicht für das Klinikpersonal angenehm, da du so gut untersucht werden kannst, aber ist das überhaupt so oft nötig? Geh selbstbestimmt an die Sache heran, denn es ist deine Geburt!

--> höre den Podcast "die friedliche Geburt" (z.b. bei Spotify)

--> versuche während der Schwangerschaft eine Verbindung zu deinem Baby aufzubauen und sage innerlich zu dir und dem Baby immer wieder, wie sehr du dich freust und dass ihr das gemeinsam perfekt schaffen könnt. (jede Welle bringt dich näher zu deinem Baby, feiere sie!)

3. Formuliere die Wellen nicht als Wehe (denn Wehe klingt nach Schmerz) 

4. Ich habe zum Dammschutz Dampfbäder mit Heublüten gemacht, was sehr einfach und effektiv ist. Zudem habe ich das EPI-NO- Gerät benutzt, welches durch einen kleinen aufblasbaren Ballon zur Dehnung führt (ähnlich des Kopfes bei der Geburt)

Ich habe mir immer gedacht, dass man einen Spagat ja auch nicht ohne Vorbereitung aus dem Sprung provoziert, warum dann den Damm so ausreizen ohne Vorwarnung (während der Dehnung habe ich diverse Meditationen gemacht und so schon einen mentalen positiven Anker für die letzte Phase der Geburt gesetzt)

(klassische Dammmassagen habe ich übrigens nicht gemacht, weil ich das als extrem unangenehm empfand und mich dabei nicht entspannen konnte)

5. Geburtsduft/Raumspray aus der Bahnhofsapotheke: Wer kennt es nicht, man riecht an der Sonnencreme und muss sofort an den letzten Sommerurlaub denken. Genau so funktioniert es auch für die Geburt einen Duftanker zu setzen. Während meiner Meditationen habe ich den Duft immer wieder gerochen und unter der Geburt dann schneller in die Tiefenentspannung gefunden, wenn die Hebamme ihn versprühte.

6. Datteln : ab der 36. Schwangerschaftswoche habe ich jeden Tag 6 Datteln gegessen, das soll zu einer leichten und kurzen Geburt beitragen, wer weiss :) schaden kann es nicht

7. Eisenkrauttee : ab woche 38 habe ich jeden Tag eine Kanne Eisenkrauttee getrunken. Dieser ist wehenfördernd, entspannt den unterleib und schmeckt dazu noch sehr lecker (soll wohl auch während der Periode gegen Unterleibsschmerzen verhelfen) Luna wurde übrigens in Woche 38+6 geboren.

8. Yoga Yoga Yoga : ich habe während der gesamten Schwangerschaft 1-2 mal pro Woche meine übliche Yogapraxis weiter gemacht und mich dadurch sehr beweglich gehalten. Zudem waren wir fast jeden Abend eine Stunde spazieren.

9. Gesunde Ernährung : besonders in den letzten 4 Wochen vor ET sollte man sich gesund, entschlackend, zuckerfrei  und kohlenhydratarm ernähren. Ich habe zudem immer darauf geachtet sehr viel zu trinken. 

10. Nicht googeln! Frag bei jeglichen Unklarheiten immer deine Hebamme oder deinen Frauenarzt und lass dich nicht gleich von Sätzen wie "oh, auf dem Ultraschallbild ist das Kind aber sehr klein/groß" irritieren! Vertraue deinem Körpergefühl. 

  

Zuletzt bleibt noch meinem Mann Toni, dem besten Ehemann und Vater, den man sich nur wünschen kann zu danken. Er ist von Tag 1 der Schwangerschaft immer sehr umsorgt gewesen, hat keine Vorsorge verpasst und mich immer unterstützt. Während der Geburt ist er keine Sekunde von meiner Seite gewichen und hat mich im Wochenbett so liebevoll umsorgt und den Haushalt geschmissen.

 

Ein großes Dankeschön auch an das ganze Team des Geburtshauses, die diese wundervolle Geburt möglich gemacht haben und mir ein besonderes Gefühl von Wohlfühlen und Sicherheit gegeben haben. 

 

Danke an unsere Familie , die jede Sekunde mitgefiebert haben! Ohne euch wäre es niemals eine so wundervolle und besondere Erfahrung  und Zeit im Wochenbett geworden! 

 

Ich hoffe sehr, dir mit diesem Bericht ein anderes Bild von einer Geburt gezeigt zu haben, denn Negatives hört man viel zu viel!

Solltest du auch eine außerklinische Geburt planen, melde dich schon zu Beginn der Schwangerschaft im Geburtshaus an, bzw. kümmere dich rechtzeitig um eine Hausgeburtshebamme.

Wenn du noch Fragen oder Rückmeldungen an mich hast, freue ich mich sehr über Kommentare oder eine Mail an info.herzgemacht@gmail.com

 

Ich wünsche dir, dass du auch eine so tolle, kraftvolle und positive Erfahrung machen darfst.

 

 

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Kommentare: 5
  • #1

    Nina (Montag, 29 März 2021 13:35)

    Liebe Ida, vielen Dank für Deinen schönen Geburtsbericht und das Du dieses wunderbare Erlebnis mit uns teilst. Ich wünsche Euch weiterhin noch einen ganz tolle gemeinsame Zeit.

    Wir sind auch seit Oktober Eltern und ganz verzaubert von unserem Herbstmädchen �. Ich stimme Dir zu mit dem kleinsten und perfektesten Wesen☺️.

  • #2

    Dana (Montag, 29 März 2021 15:15)

    Liebe Ida,

    Ein wunderschöner Geburtsbericht ist das. Es hat mir sehr viel Freude bereitet ihn zu lesen.
    Wir erwarten unseren kleinen Jungen in ca 4 Wochen und ich bin auch der festen Überzeugung dass die persönliche Einstellung zur Geburt schon einiges richten kann!

    Ich wünsche euch eine ganz tolle Zeit �

  • #3

    Lara (Montag, 29 März 2021 18:54)

    Ach Ida, so ein ergreifender Bericht - ich kann alles so sehr mitfühlen, durfte ich doch eine traumhafte Geburtshausgeburt und kraftvolle Hausgeburt erleben. Zudem erinnere ich mich so gern an unsere Gespräche zum Ende deiner Schwangerschaft, wo ich dir meine Tipps und meinen Rat anvertrauen durfte. Ihr seid eine tolle Familie und Luna ist sehr geliebt. Deine Lara

  • #4

    Sabine (Dienstag, 30 März 2021 10:29)

    Liebe Ida,
    das ist definitiv das Schönste, was ich in der letzten Zeit gelesen habe. Alles klingt sehr heil und stimmig. Wie schön, dass Euer Baby gerade in dieser Zeit so friedlich zur Welt kommen konnte.
    Ich wünsche Euch weiter viel Freude miteinander und der kleinen Luna - Willkommen im Leben!
    Viele liebe Grüße
    Sabine

  • #5

    Julia (Dienstag, 30 März 2021)

    Liebe Ida, erst einmal herzlichen Glückwunsch zur Geburt eures kleinen Wunders!

    Ich finde es toll, dass du dein positives und tolles Geburtserlebnis mit anderen und vor allem werdende Mamis teilst. Du Geburt des eigenen Kindes ist ein so besonderes Erlebnis und ich bin, genau wie du, der Meinung , dass man dieses Wunder so selbstbestimmt wie nur möglich erleben sollte. Eine Geburt muss kein negatives oder angsteinflößendes Erlebnis sein, ganz im Gegenteil. Eine Geburt ist ein so kraftvolles und einfach unglaubliches Ereignis auf das man sich freuen sollte und positiv entgegen fiebern sollte.
    Genau wie du hatte ich eine Geburt im Geburtshaus geplant. Letztendlich wurde daraus eine wunderschöne selbstbestimmte Hausgeburt da unsere Tochter es sehr eilig hatte :) Mein Mann und ich haben unser Kind quasi alleine zur Welt gebracht, meine Hebamme kam zur Tür rein als ich den Kopf bereits geboren hatte. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt der Geburt Angst, ich habe einfach auf meinen Körper vertraut und mich der Geburt voll hingegeben.
    Das kann ich wirklich nur allen werdenden Mamas ans Herz legen, vertraut auf euch, euer Baby und euren Körper und blickt der Geburt positiv entgegen. Ich freue mich zb jetzt schon darauf hoffentlich nochmal irgendwann nochmal das Wunder der Geburt erleben zu dürfen.

    Lange Rede kurzer Sinn, danke fürs teilen eurer Geburt. Ich hoffe einige Bald-Mamis können etwas aus deiner Geburt mitnehmen und selbstbestimmt und positiv in die eigene Geburt gehen.

    Liebe Grüße
    Julia

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