Das Geburtsfest - unser Weg zu einer selbstbestimmten Geburt im Geburtshaus

"Puh, ganz schön mutig.", "Echt? Schon beim ersten Kind? Das würden wir uns nie trauen", "und was wenn du doch eine pda willst?", "hm, das wäre mir ja viel zu riskant und zu gefährlich"

 

Die Reaktionen auf die Entscheidung unsere erste Geburt im Geburtshaus zu verbringen war durchwachsen. Die meisten reagierten mit solchen Sätzen. Auch mein Mann war anfangs skeptisch, ob es eine gute Idee sei, so ganz ohne ärztliche Kontrolle ein Baby auf die Welt zu bringen. 

Wenn ich an eine Geburt denke, dann denke ich an einen warmen Rückzugsort, eine Höhle mit Wohlfühlfaktor, an Menschen in meiner Nähe die ich kenne, denen ich vertraue. wenn ich an ein Krankenhaus denke, dann sehe ich vor meinem inneren Auge hell erleuchtete Gänge, hektische Menschen in OP-Kleidung, piepsende Geräte und den Geruch von Desinfektionsmittel in meiner Nase. 

 

Mein Bild von einer natürlichen Geburt hat nichts mit einem Aufenthalt in einer Klinik zu tun. (vorausgesetzt natürlich mutter und Baby sind vollkommen gesund!! Sollte die Hebamme während der Geburt das Gefühl haben, eine Verlegung sei notwendig, würden wir dem in jedem Falle sofort zustimmen, dies komme tatsächlich in nur 1% der Fälle vor- schreibt das Geburtshaus Düsseldorf auf ihrer Website) Es ist statistisch bewiesen, dass eine außenklinische Geburt nicht riskanter ist, als eine klinische Geburt. Wir werden eine 1:1 Betreuung durch eine erfahrene Hebamme während der gesamten Geburt haben, zu Ende der Geburt kommt sogar noch eine zweite Hebamme dazu. 

Mir gibt es ein unheimlich beruhigendes Gefühl zu wissen, dass die Hebamme mich kennt und reagieren kann, wenn ihr etwas an meinem Verhalten komisch vorkommt. 

So war für mich schon vor Beginn der Schwangerschaft klar, dass ich am aller liebsten im Geburtshaus oder zu Hause mein Baby gebären möchte. 

 

In der 15. Schwangerschaftswoche meldeten wir uns gemeinsam zum Hypnobirthing Kurs von Constanze Niekisch in Düsseldorf an. (eine absolute Kursempfehlung, Connie ist einfach wundervoll!)

Yoga und Meditation haben mir gelehrt mit Schmerzen und Unwohlsein auf natürliche weise umzugehen, daher wollte ich unbedingt die Idee der Hypnose und Tiefenentspannung für die Geburtsvorbereitung nutzen. 

Während des Kurses wurde mir und vor allem auch meinem Mann klar, dass es genau die richtige Entscheidung für uns war, das Geburtshaus als Ort der Geburt zu wählen. Während der Geburt möchte ich gedanklich bei mir und dem Baby sein. Dies stelle ich mir in einer Klinik, bezogen auf eine selbstbestimmte Geburt, schwer vor, da dort z.T. leider voreilig medizinische Eingriffe (Venenzugang, wehentropf, pda, Dammschnitt etc) gemacht werden. (ein paar davon nicht selten aus Zeitgründen, da der besetzte Kreissaal kurze Zeit später wieder gebraucht wird) Hinzu kommt in Zeiten einer Coronapandemie natürlich auch noch die Tatsache, dass zum Zeitpunkt unserer Geburt unklar ist, ob Geburtsbegleiteter mit in den Kreissaal dürften. Auch ein anschließender Aufenthalt im Krankenhaus ist während Corona vermutlich nicht besonders entspannt. Nach der Geburt im Geburtshaus fährt man nach etwa 3-4 Stunden nach Hause und verbringt die erste Nacht mit dem neuen Erdenbürger im eigenen Bettchen. Auch das ist für mich eine Vorstellung von Wohlfühlen und Vertrautheit.

 

Eine sehr gute Freundin sagte vor ein paar Wochen im Gespräch zu mir: "lustig, wenn du so von deiner bevorstehenden Geburt erzählst, habe ich das Gefühl du redest von einem fest oder Yogaretreat."

Und genau das trifft es ziemlich genau auf den Punkt. 

Ich bin voller Vorfreude und weiß, dass mein Körper perfekt für die Geburt meines Babys gemacht ist. Genau, wie das Baby sich während der Geburt in meiner Gebärmutter ganz instinktiv dreht und wendet, so glaube ich, dass auch meine Instinkte mich in dieser Zeit leiten werden. der weibliche Körper ist dafür gemacht, dieses Wunder zu vollbringen.

 

Noch 7 Wochen bis zum errechneten Termin, bis zu unserem Geburtsfest.

Ich freue mich jeden Tag mehr darauf, bald diese besondere und kraftvolle Erfahrung machen zu dürfen und hoffe so sehr, dass ich auch andere werdende Mamis motivieren kann, positive Vorfreude zu verspüren.

Die Gesellschaft vermittelt oft ein schmerzhaftes und angsterfülltes Bild von Geburt, aber das sind nicht deine eigenen Erfahrungen, sondern die der anderen. stell dir vor du machst etwas anderes zum allerersten mal, dann bist du in den meisten Situationen unvoreingenommen und sammelst erst deine eigenen Erfahrungen, um dir ein Bild davon zu machen. so sollte meiner Meinung auch jeder versuchen mit dem Thema Geburt umgehen.

 

Ich freue mich auf diesen besonderen Moment, auf den Moment unser Baby mit eigener Kraft auf die Welt zu bringen.

 

 

Buch- und Podcastempfehlungen:

(unbezahlte Werbung)

 

Guter Hoffnung - Kareen dannhauer 

Mutter werden - Jule Tilgner und Marcia Friese

artgerecht - Nicola schmidt

Hypnobirthing - Marie f. mongan

Die friedliche Geburt - Podcast (auf Spotify) 

Hebammensalon (Spotify) 

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